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Stimmen die Vorwürfe um die Kreiskliniken?

Gemeinsame Presseerklärung der Fraktion DIE LINKE. im Kreistag Darmstadt-Dieburg und DIE LINKE. Kreisverband Darmstadt-Dieburg

 

In einem anonymen Schreiben attestieren drei Kollegen der Kreisklinken Groß-Umstadt der Geschäftsleitung der Kreisklinken Groß-Umstadt Vorwürfe, die ungeheuerlich sind.

So würden Kollegen gemobbt und unter Druck gesetzt werden. Das Pflegepersonal würde zum Nachtdienst mit dem Inhalt einer „Trinkgeldkasse“ geködert werden, deren Inhalt eigentlich der gesamten Stationsbelegschaft zustehen würde. Wer dies ablehnt, würde dann die unbeliebten Schichten bekommen.

Küchenmitarbeiter würden dazu gebracht werden, ihre Arbeitszeit abzustechen und dann weiter zu arbeiten. Ähnliches wird auch bei den Reinigungskräften berichtet. Wer zum x-ten Male keinen Wochenenddienst mache, werde mit Kündigung bedroht.

Es wird von einem laufenden Gerichtsverfahren gesprochen: Zukünftig soll es für beide Standorte der Kreiskliniken, in Seeheim-Jugendheim und Groß-Umstadt, nur noch einen Betriebsrat geben.

Die Unterzeichner des anonymen Schreibens möchten mit ihrem mutigen Schritt das Schweigen brechen und einen Stein ins Rollen zu bringen.

Martin Deistler, Fraktionsvorsitzender der LINKEN. im Kreistag erklärt dazu: „Uns wurde dieses anonyme Schreiben zugespielt. Die Vorwürfe darin sind massiv. Wir erwarten, dass die Geschäftsleitung der Kreiskliniken und Landrat Schellhaas sich hierzu äußern. Sollten diese Vorwürfe stimmen, erwarten wir entsprechende Konsequenzen. Es wird Zeit, dass im Kreistag nicht nur über Zahlen und Verlustausgleiche gesprochen werde - sondern auch über die offensichtlichen Missstände in den Kreisklinken Darmstadt Dieburg.“

„Die Vorwürfe im Kreiskrankenhaus Groß-Umstadt sind symptomatisch für die schlechten Bedingungen in hessischen Krankenhäusern“, so Tim Dreyer, Direktkandidat der LINKEN. zur Landtagswahl. „Wenn Kliniken nach unternehmerischen Prinzipien geführt werden, dann ist es kein Wunder, dass der Druck auf die Beschäftigten zunimmt. Die Grundlage für eine gute Patientenversorgung bilden aber gute Arbeitsbedingungen in der Pflege. Wir müssen die Pflegeberufe deshalb deutlich aufwerten und die Struktur der Arbeit verändern, damit die Pflege sich wieder stärker an den Bedürfnissen der Patienten orientiert.